ARTENVIELFALT - ARTENSTERBEN - ARTENSCHUTZ

Vom Regenwald bis zum Wienerwald 

„Wir erleben einen beispiellosen Niedergang der Natur. Das Zeitfenster für Gegenmaßnahmen schließt sich bereits. Die Welt braucht einen globalen Naturschutzpakt, um die Trendwende zu schaffen. Naturschutz ist kein Luxusthema, sondern sichert unsere Lebensgrundlagen. Die biologische Vielfalt ist unsere beste Versicherung gegen die negativen Einflüsse der Naturzerstörung, sei es als Puffer gegen die Folgen der Klimakrise oder als Grundlage für Gesundheit, Wohlstand, Ernährung und Sicherheit der Menschheit“, sagte Georg Scattolin, Experte für internationalen Artenschutz beim WWF Österreich anlässlich der Präsentation des Living Planet Reports 2018 Ende vorigen Jahres.

Die Populationen wildlebender Tiere haben sich weltweit seit 1970 durchschnittlich bereits um 60 Prozent reduziert, aber auch für Österreich haben der World Wildlife Fund (WWF) Österreich und die BOKU Wien alarmierende Entwicklungen des Artensterbens erhoben.

Der Hauptgrund dafür ist, dass die Lebensräume für Tiere immer mehr schwinden. „Die größten Gefahren für unseren Planeten und uns selbst sind direkt mit dem menschlichen Raubbau an der Natur verbunden. Die Übernutzung der natürlichen Ressourcen führt zur Zerstörung und zum Verlust von Lebensräumen. Innerhalb von 50 Jahren nahm der für ein stabiles Klima wichtige Amazonasregenwald in seinem Ausmaß um 20 Prozent ab, so der WWF-Experte. Diese alarmierenden Entwicklungen zeigt der von der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF erstellte Living Planet Report 2018. Dabei ist das Artensterben nicht auf einzelne Brennpunkte beschränkt, sondern findet auf allen Erdteilen statt.

Dramatische Zahlen auch für Österreich
Der WWF hat gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) dazu erstmals eine eigene Analyse erstellt.

„Die Ergebnisse auf Basis der derzeit verfügbaren und geeigneten Daten passen sehr gut in das Bild anderer Untersuchungen. Es braucht weit mehr Anstrengungen zum Erhalt unserer Artenvielfalt, sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch bei der Umsetzung“, sagt Univ. Prof. Klaus Hackländer, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des WWF Österreich.

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Univ.-Prof. Dr. Klaus Hackländer ist Universitätsprofessor für Wildtierbiologie und Jagdwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien. Er ist ein international anerkannter Experte, der zahlreiche Bücher geschrieben hat und weltweit Vorträge hält. Wir freuen uns sehr, dass er in Purkersdorf zu diesem wichtigen Thema spricht und uns an seinem Wissen teilhaben lässt. Der Vortrag wird die allgemeine Situation beschreiben, ebenso wie die Situation in Österreich und auch speziell im Wienerwald.

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